Bhubaneśvar Inscription of Gaṅga Nārasiṃha (Oriya)

  • Language: Oriya
  • Date: 1396
  • Indoskript editor: jn
  • Dynasty: Gaṅga
  • ID: 18
  • Place of origin: Bhuvaneswar (85° 50' long., 20° 16' lat.)
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Variants

ggā in dūggā° , Zeile 15: Zeichen sieht aus wie gkā .

ñcī in kañcīdesa , Zeile 30: Sehr eigenwillige Schreibweise.

ū in ° ūtreśvara° , Zeile 11: Edition liest u , der Haken an der rechten Seite des Zeichens scheint jedoch original zu sein und eine Lesung als ū nahezulegen, insbesondere auch deswegen, weil in der gesamten Inschrift keine u - sondern nur ū -Vokalisierung vorkommt.

ṇī in sūṇī , Zeile 22: Edition liest (?).

the in °kāmāthe , Zeile 27: Edition liest rthe , r -Element ist jedoch nicht zu erkennen und wird auch an anderer Stelle weggelassen.

bhi in bhikṣā , Zeile 29: Edition liest in der Transkription bhīkṣā , in der Diskussion der Schrift (Sircar 1957-58: 230) jedoch bhikṣā . Dieses Vokalzeichen kommt an anderer Stelle ausschließlich bei ai - und au -Vokalisierung vor. Dies ist das einzige Mal, dass kurzes i erscheint.

in ° mahāmūnī° , Zeile 8: Edition liest mu , Form der ū-mātrā in Verbindung mit der Parallele in Zeilen 14 und 18, wo Edition ebenfalls ° mūnī liest, läßt aber an unserer Lesung keinen Zweifel.

ru in ° rudra° , Zeile 8: Da in der gesamten Inschrift ansonsten keine weitere u -Vokalisierung erscheint, sondern stattdessen immer ū steht, muss wohl auch in diesem Fall gelesen werden. Vgl. folgende Bemerkung.

in ° rūdra° , Zeile 28: Edition liest ru . Da die mediale Vokalisierung bei diesem Zeichen jedoch durch zwei Haken angedeutet wird, muß wohl gelesen werden, zumal in anderem Zusammenhang in der gesamten Inschrift keine u -Vokalisierung vorkommt.

Textendzeichen in Zeile 34: Edition liest die drei Zeichen als ṭha 22 , man könnte aber ebenso gut 022 lesen. Zu den drei Zeichen bemerkt Sircar (1957-58: 235, Fn. 13) folgendes: "The last three signs indicate the end of writing, the second and third probably standing for a double daṇḍa . For the first, cf. above [EI] Vol. XXX, p. 218 and note 2."

Literature

Material: Felswand.

Datierung: 18. Reg.-Jahr kārttika ba. 7 Sonntag; entspricht dem 24. 9. 1396; Datierung jedoch unsicher, vgl. zu Datierung Sircar/Krishnan 1957-58: 231-32.

Herkunft: Bhubaneswar, Orissa.

Scanvorlage:

Sircar D.C. & K.G. Krishnan - "Bhubaneswar Inscription of Ganga Narasimha." EI 32.1957-58: 229-238.

Gegenstand der Inschrift ist ein Kredit zwischen einem Oriya-Kreditgeber und einem tamilischen Schuldner. Daher ist die Inschrift in zwei Versionen eingemeisselt, auf der rechten Seite der Steinplatte in Oriya, auf der linken Seite in Tamil. Die Oriya- Seite enthält 34 Zeilen in "Gauḍia characters" (Sircar/Krishnan), auf der linken Seite befinden sich 32 Zeilen in einer Tamil/Grantha-Hybridschrift.

Wie im Tamil-Teil findet auch hier keine graphische Unterscheidung von u- und ū- Vokalisierung; es erscheint immer -ū. (Eine von Sircar/Krishnan (1957-58: 230) angeführte Ausnahme ist unklar). Vgl. zu Sprache und Schrift Sircar/Krishnan 1957-58: 229-31.

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