Kendūr Plates of Kīrttivarman II

  • Language: Sanskrit
  • Date: 750
  • Indoskript editor: jn
  • Dynasty: Cālukya
  • ID: 314
  • Place of origin: Kendur (73° 49' long., 18° 20' lat.)
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Variants

kṛ in kṛpāṇa, Zeile 23: Die ṛ-mātrā ist unkonventionell an das Zeichen ka angeschlossen.

gra , in °āgra, Zeile 1: Das Zeichen ga ist an der Unterseite untypisch geschlossen.

ja in rājasiṃheśvara, Zeile 40: Ungewöhnliche "Gabel" am unteren Fuß des Zeichens.

ju in peṇbasajuru, Zeile 60: Das Zeichen, in diesen Platten singulär, ist m. E. entweder ju oder jū. Denkbar wäre alternativ noch eine vokalisierte Form von ṭa. Pathaks Transkription (1907-08: 204) und Kommentar (ibid.:206) gibt hier initiales a (peṇbasaaru) an, was jedoch vollkommen ausgeschlossen scheint.

ḍi in akhaṃḍita, Zeile 28: Dieses Zeichen ist, wie die restlichen Retroflexe, nicht sicher identifizierbar.

de und e in vāde eśarmmaṇa µ , Zeile 58: Pathak (1907-08: 204) liest vājappaśarmmaṇa µ . Das ist allerdings ganz offensichtlich verkehrt, denn ein ja ist dort in keinem Falle zu erkennen. Das Zeichen, das Pathak als ppa deutet, ist in diesen Platten singulär und auch in anderen Cāýukya-Platten nicht zu finden, aber schon der damalige Herausgeber der EI, Sten Konow (in Pathak 1907-08: 204, Fn.1) weist in einer Fußnote auf diese falsche Lesung hin: "Looks like Vāja eśarmmaṇa µ - S.K.. ".

tha in sakalottarapatha, Zeile 18: Wie Pathak (1907-8: 202) bemerkt, hat der Schreiber hier anscheinend ein the zu tha korrigiert.

da und ḍa in padaḍakkā, Zeile 24: Pathak liest (bzw. emendiert) hier (ohne weitere Anmerkung) paḍaḍhakkā. Diese Lesung scheint jedoch im Vergleich mit den entsprechenden Zeichen ungerechtfertigt.

nṛ in pavitrīnṛta, Zeile 6: Pathak (1907-8: 202) liest (bzw. emendiert) ohne weitere Anmerkung pavitrīkṛta . Hier handelt es sich jedoch um einen Schreibfehler. Das Zeichen kann wegen seiner Form m.E. nicht als kṛ gelesen werden.

nta in ākrānta, Zeile 7: Der linke Haken des na scheint verdoppelt zu sein. Möglicherweise wurde das Zeichen nachgezeichnet.

nha in cinhasya, Zeile 19: Übliche (wenn auch inkorrekte) Schreibweise für hna (cihna).

vi in lokamātṛvis, Zeile 3: Pathak (1907-8: 202) liest (bzw. emendiert) ohne weitere Anmerkung lokamātṛbhis . Hier handelt es sich jedoch um einen Schreibfehler. Das Zeichen ist an der Unterseite geschlossen und kann nicht als bhi gedeutet werden. Vgl. in gleicher Zeile bhi in saptamātṛbhir und bhi und va in abhivardhitānāṃ.

Korrekturzeichen bei tha in sakalottarapatha, Zeile 18: Das Zeichen dient der Korrektur eines the zu tha.

Literature

Material: Kupfer.

Datierung: Mondfinsternis zu Vollmond im Monat vaiśākha , śaka 672 (abgelaufen).

Scanvorlage: Pathak, K.B.: "Kendur Plates of Kirtivarman II. Saka Samvat 672." EI 9.1907-8: 200-206.

Die akṣaras sind in vielen Fällen nicht flüssig und in einem Zug geschrieben, sondern weisen viele Brüche auf. Zudem scheinen diese Platten einige Schreibfehler zu enthalten, die Pathak kommentarlos übergeht bzw. emendiert. Es gibt keine deutliche Unterscheidung zwischen i - und ī-mātrā. Auch die Schreibung der ṛ-mātrā und des untergeschriebenen ra sind nahezu identisch.

In Platte 3 fallen einige Veränderungen im Duktus auf. Generell ist zu bemerken, dass anstatt des waagerechten Striches am Kopf der Zeichen in vielen Fällen ein nach links laufender Haken erscheint. Daneben erscheinen die einzelnen Zeichen runder als zuvor (z.B. ja), oder zeigen eine deutlich andere Form (z.B. bha).

Die Platten wurden zwar in Kendūr gefunden, sie stammen ursprünglich jedoch aus Raktapura. Pathak (1907-08: 201) identifiziert das alte Raktapura mit dem modernen Lakṣmeśvar im Distrikt Dhā¡vāḍ (Karṇāṭaka). Obwohl diese Identifikation auf den ersten Blick zweifelhaft erscheint, lassen sich doch weitere in der Inschrift genannte Orte sicher in der Gegend um Dhā¡vāḍ lokalisieren.

Additional information

Historical places

Historical persons

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