Nasik Plates of Dharasraya-Jayasimha: year 436
- Language: Sanskrit
- Date: 620-690
- Indoskript editor: kh
- Dynasty: Cālukya
- ID: 487
- Place of origin: Nasik (73° 48' long., 19° 59' lat.)
Variants
ḍa: in -vajjaḍa-, Pl. 1, Z. 10: offensichtlich ist die rechte Vertikale ein Platten- oder Schreibfehler; vgl. Ed.: S. 129, Fn.11ddhya: in -uddhy[ā]to-, Pl. 1, Z. 12: Ed. liest -uddhyāto-
rṣa: in varṣa-, Pl. 2, Z. 23: unterer Haken schlecht ausgeführt; Ed. liest varsa
sma: in -asm[ā]bhi[r]-, Pl. 1, Z. 14: Ed. liest asmābhi[r]
r- nur aus der Doppelkonsonanz zu erschliessen:
rkkā: in ācandrā(r)kkā-, Pl. 2, Z. 16: Ed. liest -rkkā
rgge: in svā(r)gge, Pl. 2, Z. 23: vgl. Ed. S. 130, Fn. 11.
rṇṇā: in asm(ā)bhi(r)ṇṇāsikya, Pl. 1, Z. 14
Zahlzeichen: das was die Ed. liest "[cai] śu 10 //" ist "7-śra(vana)-10-ba(di)"; die Zahlen vor der 7 sind noch nicht zu identifizieren.
Literature
Material: KupferplattenDatierung: Das Datum erscheint mir offen; was die Ed. als "[cai] śu 10 //" liest, ist "7-śra(vana)-10-ba(di)"; die Zahlen vor der 7 sind noch nicht zu identifizieren. Die vom Ed. gelesene 400 (Pl. 2, Z. 28) ist undeutlich im Abrieb und wurde daher nicht aufgenommen.
Herkunft: Nasik.
Scanvorlage:
Mirashi, Vasudev Vishnu (ed. by): Inscriptions of the Kalachuri-chedi era, Part I. (CII IV/I), Ootacamund, 1955: 127-131; Pl. XXI
"Nasik Plates of Dharasraya-Jayasimha: (Kalachuri) year 436": No. 28
Die zwei Kupfertafeln werden von einem Ring zusammengehalten, welcher ein Siegel trägt. Die Tafeln sind jeweils nur auf der Innenseite beschrieben; die Inschrift ist relativ gut erhalten. Wie gewöhnlich in Inschriften der frühe Cālukyas, beginnt der Text mit der Preisung der Eber-Inkarnation Viṣṇus, gefolgt von der Beschreibung der Cālukya-Familie.
Das erste historische Familienmitglied, welches hier genannt wird, ist Kīrtivarman (I) (mit biruda P¡thivīvallabha); dessen Sohn war Satyāśraya-Pulakeśivallabha (II) und letzteres Sohn Jayasiṃhavarman stiftete die vorliegenden Kupfertafeln.
Es wird über verschiedene siegreiche Schlachten dieses Königs berichtet und speziell dem Sieg über die gesamte Armee von Vajjaḍa, im Land zwischen den Flüssen Mahī und Narmadā.
Darüberhinaus wird er u.a. als Autor eines Stückes namens Harapārvatīya .
Gegenstand der Inschrift ist die Beurkundung der Schenkung des Dorfes -hoṇḍhaka im Nāsikya viṣaya durch König Jayasiṃha ("on the occasion of the Vishuva or vernal equinox which fell on the tenth tithi of the bright fortnight of Chaitra.")
Der Beschenkte war der Brāhmaṇa Trivikrama, Sohn von Prītiśarman; der Schreiber war Māna (?), Sohn des Bhogika Nāgabhaṭa.
Die Inschrift ist (in Zeile 28) mit Ziffern datiert: "the 10th (tithi) of the bright fortnight of Chaitra in the year 436" einer unbestimmten Ära. Dies erscheint jedoch angreifbar, denn das, was Mirashi als "cai(tra) śu(di) 10 //" liest, ist eindeutig "7 śra(vaṇa) 10 ba(di)". Die Jahreszahlen vor der 7 sind momentan noch nicht zu bestimmen.
Da Dharāśraya-Jayasiṃha ein Sohn von Pulakeśin II war, der lt. Ed. in der ersten Hälfte des 7. Jhd. n. Ch. gelebt hat, kann man eine vorläufige Datierung um Mitte/Ende 7. Jhd. ansetzen.
Allgemeine Anmerkungen:
In mehreren Fällen wird das vorkonsonantische r nicht ausgeschrieben sondern durch Doppelkonsonanz ausgedrückt : -(r)nnā- Pl.1,Z. 14, -(r)kka- Pl. 2, Z. 16, -(r)gge- Pl. 2, Z. 23.
Additional information
Historical places
- Nāsikya viṣaya
- Vajjaḍa
- Ḍhoṇḍhaka
Historical persons
- Jayasiṃhavarman (König)
- Māna (Schreiber)
- Trivikrama (Beschenkter)
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