Niḍagundi inscription of Amoghavarṣa I

  • Language: Alt-Kannada
  • Date: 874-876
  • Indoskript editor: jn
  • Dynasty: Rāṣṭrakūṭa
  • ID: 559
  • Place of origin: Nidagundi (75° 14' long., 14° 52' lat.)
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Variants

jā, Zeile 2: Das ja wird hier und im folgenden ganz eigenwillig geschrieben, in dem der obere Bogen nicht, wie üblich, von rechts oben nach links unten geführt wird, sondern kreisförmig genau anders herum.

pha in phalaṃ, Zeile 17: Merkwürdige Schreibweise: Anstatt den rechten Aufwärtshaken des Zeichens wie üblich einzurollen, erscheint hier statt dessen in dessen Mitte ein kleiner Kreis.

m in koṭṭam, Zeile 13: Für m (+virāma) verwendet der Schreiber eine verkleinerte hochgestellte Form des untergeschriebenen ma, das der ursprünglichen Form des ma gleicht. Die gleiche Form findet sich auch gelegentlich in Cāýukya-Inschriften (vgl. Cāýukya-Inschrift am Meguṭi-Tempel in Aihole)

in nivāsita, Zeile 4: Hier kann nur gemeint sein, das Zeichen ähnelt aber sehr einem ma. Fleet (1902-03: 212 Fn. 4) schreibt hierzu: "The second syllable of this word is an anomalous character, neither exactly nor exactly ma. It occurs again in Banavāsi, in the next line." Vgl. auch in Zeile 5.

Literature

Material: Stein

Datierung: Die Datierungsangabe in dieser Inschrift ist unvollständig. (Siehe Fleet 1902/03: 210-11).

Scanvorlage: Fleet, J.F.: "Niḍagundi inscription of the time of Amoghavarsha I. - About A.D. 874-75." EI 7.1902-03: 208-214.

Die Inschrift enthält einige eigenartige Schreibweisen. So zum einen eine ungewöhnliche Form des ja (vgl. jā), die neben der üblichen Form verwendet wird. Zum anderen ein Zeichen für vā, das sehr einem ma ähnelt. Im übrigen erscheinen die Zeichen zum Teil sehr gedrängt, sie werden z.T. sehr eng zusammen geschrieben oder überschneiden sich. In der Inschrift werden zwei verschiedene Zeichen für die e -Vokalisation verwendet. Da nicht erkennbar ist, ob damit zwei verschiedene Vokalquantitäten bezeichnet werden sollen, werden diese Zeichen als Varianten betrachtet ("śiromātrā/pṛṣṭhamātrā") und immer mit kurzem e transkribiert.

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