Abhidhānacintāmaṇi Nāmamālā

  • Language: Sanskrit
  • Date: 1562
  • Indoskript editor: ke
  • Dynasty:
  • ID: 647
  • Place of origin: Rajkot (70° 45' long., 22° 14' lat.)
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Variants

Allgemeine Bemerkungen:

- auf mehreren Blättern: um den Grundtext herum Kommentar mit kleineren und z.T. anders geschriebenen Zeichen (Reihenfolge meist oben/rechts/links/unten); beides wohl von der gleichen Schreiberhand , daher im gleichen Zeichensatz aufgenommen, Kommentarzeichen entsprechend kleiner belassen, siehe dazu Beispielseite

- nur ausgewählte Teile des Kommentars im Manuskript aufgeschrieben, immer wieder Lücken

- im Grundtext Vokalisierung in śiro- und pṛṣṭhamātrā-Schreibweise; im Kommentar fast nur śiromātrā (Ausnahmen: ve, cai, nai)

- im Grundtext wird Verbindung von auslautendem Konsonanten (K) mit anlautendem a- zu Ka + avagraha

- diakritische -ī und -ā sind semihomograph geschrieben und nur schwer voneinander zu unterscheiden

- im Grundtext sind verschiedene Zahlen angegeben: - hinter Doppeldaṇḍa: Verszählung; - kleine Zahlen oberhalb der Zeilen: exegetische Bedeutung (Angabe der Anzahl der Sinnesorgane der aufgezählten Lebewesen); - oberhalb der Zeilen mit kleinen bzw. auf der "Schreiblinie" mit normal großen Zahlen: Angabe der Nummer des Satzes im (vollständigen, d.h. publizierten) Kommentar, der das davor- oder darunter stehende Wort erläutert (Zahlen entsprechen denen in der angegebenen Publikation), auch wenn der betreffende Kommentartext in diesem Manuskript gar nicht aufgeschrieben wurde (evtl. Hinweis auf vollständigere Vorlage?)

- über verschiedenen Wörtern im Grundtext stehen zwei kleine parallele Striche, diese markieren die pratīkas, die im Kommentar erklärt werden

- Zahlen zwischen den Sätzen im Kommentartext geben die Zeile an (je nach Anordnung am Rand von oben oder unten zu zählen), in der das erläuterte Wort im Grundtext steht oder z.T. die Nummer des Satzes im Kommentar

- Andere Zeichen oberhalb des Textes (einzelne Striche und Kreuze) dienen als Lesehilfe als Wort- bzw. Sandhitrenner (siehe unter "korr")

kṣī: oder kṣā

jjhi: Lesung unsicher

ṭa: rekonstruiert aus: ṭi

ṭha: rekonstruiert aus: ṭhā

ḍha: rekonstruiert aus: ḍhā

t°: Lesung unsicher

rddhi: Lesung unsicher

rddhyā: Lesung unsicher

korr: zwei schräge Parallelstriche oberhalb des Zeichens: markiert im Grundtext die pratīkas, die im Kommentar erklärt werden; akṣara oberhalb des Zeichens: Einfügung; kleine Senkrechte mit Abschrägung nach rechts oberhalb des Zeichens: Tilgung eines Worttrenners bzw. Anzeige Sandhiverschmelzung mit ā-; schräggestellter Doppeldaṇḍa: im Kommentar: Anzeige der Erklärung eines neuen Wortes (Daṇḍa); ein Plus (+) oberhalb des Zeichens: markiert die Grenze isolierter Wortstämme für grammatische Verbindungen; vollständig gefettete Senkrechte mit Abschrägung nach rechts: Randmarker?; zwei waagrechte Striche zwischen den Zeichen: evtl. Markierung einer nicht lesbaren Stelle in der Vorlage (im Vergleich zur Publikation fehlen 2 Silben); ein kleiner Strich oben zwischen zwei Zeichen: Anzeige Worttrennung; ein oder mehrere Striche oben am Zeichen: Tilgung (Vokal oder ganzes Zeichen); ein x-förmiges Kreuz oberhalb des Zeichens: markiert Wortgrenzen im Kompositum; eine Zahl oberhalb des Zeichens: exegetische Bedeutung (Angabe der Anzahl der Sinnesorgane der aufgezählten Lebewesen); eine Zahl oberhalb des ḍaṇḍas: Angabe der Nummer des Satzes im (vollständigen) Kommentar, der das davor- oder darunter stehende Wort erläutert; durchgestrichener Punkt oberhalb des Zeichens: anusvāra-Tilger; durchgestrichenes Zeichen: Tilgung (mehrere Zeichen hintereinander); unterbrochene Bogenlinie links um ein Zeichen herum: Vokaleinfügung; kleiner Strich und senkrechte Wellenlinie oberhalb des Zeichens: Wort- und Sandhitrenner (anlautendes a-); nach rechts offene Schlaufe oberhalb des Zeichens: Sandhitrenner bei visarga, der sich im sandhi zu -r verwandelt? (-ādir itara), evtl. im Sinne einer Konsonantengemnination gedacht (-rr-?)

Literature

Material: Papier

Datierung: saṃvat 16.18 varṣe mārgra śara sudi 13 dine = 1562 u.Z. (nach Katalog Aufrecht)

Scanvorlage: Kopien

Publikation: Maharajshree, V.N.S. u.a. (ed.):The Abhidhan Chintamani Namamala. Kalikal Sarvagna Shree Hemachandracharya (with his commentary and index with meaning). Ahmedabad Vikram Samvat 2055.

Schreiberhand 1

Fundort: - (für geographische Angaben wurden behelfsweise Werte von Rajkot verwendet)

Schreibort:-

Aufbewahrung: Universitätsbibliothek Leipzig, Ms. A 798

Schrift: Jaina-Nāgarī

Region: Gujarat?

Einordnung: Jainismus

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