Paiṭhāṇ Plates of Govindarāja III
- Language: Sanskrit
- Date: 794
- Indoskript editor: jn
- Dynasty: Rāṣṭrakūṭa
- ID: 77
- Place of origin: Paithan (75° 28' long., 19° 29' lat.)
Variants
ṭā und ṭo Platte 2a, am Zeilenende 23: Kielhorn (1895: 107) liest ghaṭā[ṭo]. Die beiden letzten Zeichen sind in dieser Inschrift von der Form her einzigartig. Die Lesung ist höchst zweifelhaft, weil für diese Silben eine andere Schreibweise zu erwarten wäre.ntya in anantyam, Platte 1, Zeile 12: Kielhorn (1895: 106) liest dieses Zeichen kommentarlos als nta.
pṇa in kṛpṇa, Platte 2a, Zeile 18: Schreibfehler, es muß eigentlich kṛṣṇa heißen.
pha in svarggaphalāni, Platte 2a, Zeile 27: Das Zeichen unterscheidet sich nur durch den aufwärtsgerichteten Haken am unteren Ende des Zeichens von einem ha.
rya in kārya, Platte 3, Zeile 64: Auf die ungewöhnliche Form des Zeichens weist Kielhorn (1895: 103) hin: "...but the sign for the conjunct ry, which occurs in the word kāryā in line 64 is quite unusual, and is apparently a remnant of an earlier form of the Nāgarī alphabet." Es ist zu bedenken, daß in dieser Inschrift auf r folgende Konsonanten in Ligatur geminiert werden.
vi in vibheda, Platte 1, Zeile 11: Das Zeichen ähnelt einem yi.
śru in viśruta, Platte 1, Zeile 6: Das Zeichen mutet schon fast kalligraphisch an.
hnai in cihnair, Platte 2a, Zeile 34: Lesung unsicher, da das untere Element nicht wie ein na aussieht.
Literature
Material: Kupferplatten.Datierung: Neumond tithi, kṛṣṇapakṣa im Monat vaiśākha, śaka saṃvat 716 (abgelaufen), zu einer totalen Sonnenfinsternis; entspricht dem 4. Mai 794.
Herkunft: Paithan.
Scanvorlage:
Kielhorn, F.: "Paithan Plates of Govinda III, Saka-Savat 716." EI 3.1894-95: 103-110
Die Schrift wirkt sehr flüssig, ist aber wegen des schlechten Erhaltungszustandes der Platten an vielen Stellen unleserlich. Die Schrift zeigt bereits sehr viele charakteristische Züge der heutigen Devanāgarī und wirkt recht modern. Zudem fällt eine relativ hohe Variationsbreite bei den Zeichen auf, so z.B. bei ma, va, la etc. Überdies enthält die Inschrift zahlreiche orthographische Fehler, bzw. weicht Kielhorns Lesung von dem tatsächlichen Textbefund häufig ab. Einige orthographische Besonderheiten sind zu bemerken: für ba steht in allen Fällen va und ri wird in vielen Fällen durch ṛi ersetzt. Der avagraha, der auf Platte 1 in Zeile 30 erscheint, bezeichnet die Sonderform des a µ _u -Sandhi , der auch in vedischen Texten anstelle von a_u ein o bildet
Platte 2b ist fast komplett unleserlich.
Platte 3: Hier sind einige Veränderungen im Duktus zu verzeichnen. Insbesondere wird die e-mātrā nunmehr in der Mitte des Zeichen s nach links angesetzt. Möglicherweise wurde die originale Platte durch diese zu späterer Zeit ausgetauscht. Siehe hierzu auch die Bemerkungen Kielhorns zu späteren Manipulationen an den Platten (Kielhorn: 1895: 105).
Additional information
Historical places
- Limbārāmikā
- Pratiṣṭhāna
Historical persons
- Govindarāja (Herrscher)
Sample page