Oldenburg Collection

  • Language: Khotan-Sakisch
  • Date: 700-799
  • Indoskript editor: kh
  • Dynasty: Saka
  • ID: 804
  • Place of origin: Dunhuang (94° 39' long., 40° 8' lat.)
Show the letter table

Variants

0,5: Zahlzeichen, Folio 1, Zeile 4: ähnelt ṭā und wurde vom Autor als 1/2 transkribiert (vgl. Ed. S. 169)

Literature

Material: Papier

Scanvorlage :

"The St. Petersburg Oldenburg Collection", Corpus Inscriptionum Iranicarum, ed. by an International Committee. Part II: Inscriptions of the Seleucid and Parthian Periods and of Eastern Iran and Central Asia; Vol V, Saka: Saka Documents, Text Volume III: the St. Petersburg collections: pp.165-171, Pl. 163; und Saka Documents VII: the St. Petersburg collections: Pls. 129-135.

Elf Papierbögen (21,5x7,5 cm) mit Pinsel beschrieben; sie gelangten 1914 in die Hände Sergej Fedorovic Oldenburgs; man nimmt an, dass sie in Dunhuang entstanden sind.

In zwei Fällen (vid. Ed. p. 165) ist die Tinte nicht wasserdicht und verblasst bei Reibung; es ist möglich, dass es sich bei diesen Blättern um Fälschungen handelt.

Dennoch sind es wertvolle Dokumente mittelalterlicher Schrifttradition.

Offensichtlich handelt es sich um Schriftübungen; die Übung ist in drei Teile unterteilt, von welchen der dritte nicht komplett ist. Jeder Abschnitt beginnt mit ausgeschriebenem "siddham".

Der erste Teil beginnt, neben einem khotanischen Satz, mit dem Brahmi-Alphabet, gefolgt von den Zahlen von 1 bis 100 000.

Es handelt sich um das traditionelle Alphabet, bestehend aus den 12 Vokalen und 34 Konsonanten.

Bemerkenswert ist die Abwesenheit von "°", welches, wenngleich selten, in den Khotan-Sakischen Manuskripten erscheint; weniger überrascht das Fehlen von "ä" innerhalb der Vokale, welches sehr selten in den Texten initial auftaucht, häufig hingegen nicht-initial.

Der zweite Abschnitt besteht aus den Konsonanten in Verbindung mit den 12 Basis-Vokalen; der dritte Abschnitt besteht aus den Konsonanten in Verbindung mit "rr".

Im 2. und 3. Abschnitt scheint dem Schreibschüler der Gebrauch von visarga nicht klar gewesen zu sein; es ist nicht überraschend, da dasselbe Symbol üblicherweise in den Manuskripten als Interpunktion verwendet wird.

Es sind häufig Schreibfehler vorhanden.

Das Dokument scheint aus verschiedenen Gründen ins 8. Jhd. datiert werden zu können

(vgl. Ed. S. 169).

Sample page